Selbstbehauptung (2.2): Sich Grenzen erlauben

(Fortsetzung von 2.1)

Wenn die eigene Körperwahrnehmung so gut geschult ist, dass du erkennst, dass eine deiner Grenzen (gleich) erreicht ist, ist der nächste Schritt, dir selbst zu erlauben, diese Grenze auch zu setzen und zu vertreten. Das klingt vielleicht im ersten Moment banal und selbstverständlich, stellt aber im Alltag oft eine Herausforderung dar.

Auch das möchte ich dir am Beispiel einer der Übungen aus unseren Kursen zeigen: 2 Teilnehmer, Lara und Sina (*), stehen sich in einer Entfernung von mehreren Metern gegenüber. Lara bleibt stehen, schätzt zu Beginn ihre persönliche Grenze ein und kommuniziert diese. Wie weit darf Sina auf sie zukommen und wo ungefähr soll Sina stehenbleiben, damit sich Lara mit dem Abstand zwischen beiden noch wohl fühlt? Wenn Lara das Startzeichen gibt, geht Sina langsam auf sie zu, bereit, bei Laras „Stop“ sofort stehen zu bleiben.

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Selbstbehauptung (2.1): Grenzen erkennen

Nicht nur in den Mädchen-Selbstbehauptungskursen sind Grenzen ein Thema, auch für viele Erwachsene ist das Erkennen, Setzen und Wahren der eigenen Grenzen eine Herausforderung.

Eine Grenze ist dabei erst einmal ganz banal eine Trennlinie zwischen dem, was erlaubt / erwünscht / toleriert ist und dem, was verboten oder unerwünscht ist und aus dem eigenen Hoheitsgebiet herausgehalten werden soll. Grenzen können sowohl körperlich als auch verbal überschritten werden, von Anderen oder von sich selbst. Bevor ich meine Grenze klar setzen und wahren kann, muss ich sie zunächst selbst (er)kennen. Weiterlesen „Selbstbehauptung (2.1): Grenzen erkennen“